Am besten natürlich garnicht. Sämtliche Gerüchte, die bereits einen festen Termin nennen, sind Fake-News.

In den Kieler Nachrichten vom 20. April 2016 wird der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau, Torsten Conradt, mit den Worten zitiert, dass die Planung der Straße noch "mindestens neun Jahre" dauern würde und mit einem Baubeginn nicht vor 2025 zu rechnen sei.

Mittlerweile ist eine neue Landesregierung unter Beteiligung von CDU und FDP im Amt. Im Wahlkampf wurde vollmundig die Beschleunigung von Infrastrukturprojekten versprochen. In der Realität stocken aber die Planungen zu vielen Projekten, auch aufgrund von Planungsfehlern und fehlendem Personal. Bestes Beispiel ist die A20 inklusive Elbquerung.

Es gibt auch die Befürchtung von Seiten der Autobahn-Befürworter, dass die Übertragung der Planungen auf den Bund zu Verzögerungen führen könnte, siehe die Berichterstattung der shz vom 20.8.2018. Andererseits sprach der aktuelle Verkehrsminister Bernd Buchholz bei einem Pressetermin am 2.9. in Bezug auf den Weiterbau der A21 von "kooperativem Verhalten aller Beteiligter" beim aktuellen Autobahnabschnitt (lt. Printausgabe KN). Später im September folgten wiederum Berichte, die nahelegen, dass die Planungen bis 2021 komplett auf Eis liegen und sich Bund, Land und Stadt Kiel dafür gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben.

Auf einer Sitzung des Ortsbeirates Wellsee im Februar 2019 warf der Leiter des Kieler Tiefbauamtes, Peter Bender, die Zahl 2030 in den Raum. Wenn man die Angaben des Projekt-Dossiers des Bundesverkehrswegeplans 2030 zu Grunde legt, dass die "Dauer der noch ausstehenden Planungen" 138 Monate, die Bauphase 48 Monate betrage, wäre man auf Basis von einem Planungsbeginn 2021 etwa im Jahr 2036 fertig.

Es bleibt also zeitlich schwer einzuschätzen, ein Baubeginn vor 2026 ist mittlerweile aber definitiv unrealistisch. Wichtig aber ist, dass bereits jetzt gegen die Südspange angegangen werden muss - bevor es zu spät ist!